Audio aufnehmen: Fern-Interviews mit dem Smartphone

Mit modernen Smartphones lassen sich sowohl Videos als auch Audios (für Podcast oder Radio) in hoher Qualität aufnehmen. Ich habe das mehrfach erfolgreich getestet und im Radio gesendet. Damit lassen sich hochwertige Interviews mit Experten aus der Ferne führen.  Hier meine Anleitung für die Interviewpartner:

Das Interview läuft herkömmlich über Telefon (oder auch Skype etc). Aufgenommen wird jedoch nicht beim Fragenden (Reporter), sondern auf der Seite des Experten.  Dazu wird ein hochwertiges Smartphone der Top-Klasse (auch ältere) verwendet, weil dort im Regelfall hochwertige Mikrofone eingebaut sind. Sie benötigen als Interviewpartner also 2 Geräte: Das Telefon zur Kommunikation und das Smartphone als Aufnahmerekorder.

Faustregel: iPhones und Samsungs Galaxy S (mini Versionen mit Einschränkungen) funktionieren alle gut, bei HTC hatte ich schon eine schlechte Aufnahme (ohne zu wissen, woran das lag).  Audio aufnehmen: Fern-Interviews mit dem Smartphone weiterlesen

USB Killer zerstört Geräte in Sekunden

Vorsicht vor dem Angriff mit USB-Killern. Bereits im Februar 2015 habe ich in einem Blogpost vor Bauanleitungen im Internet für USB Sticks gewart. Sie können verbundene Hardware in Sekunden zerstören. USB-Power-Surge nennt sich das auf englisch. Neu ist, dass man diesen Stick nun auch fertig kaufen kann.  Er unterscheidet sich optisch nicht von einem Speicherstick. Diese sogenannten USB-Killer haben es aber wortwörtlich „in sich“: eine Elektronik, die Strom speichert und ihn in einem starken Stromstoß wieder an das Gerät abgibt. Praktisch kein (nicht speziell gesichertes) Gerät überlebt einen solchen Angriff, der weniger als 5 Sekunden dauert.

Gerade auch für Journalisten ist das eine große Gefahr, weil damit die auf den Geräten gespeicherte Arbeit vernichtet werden könnte. Zumindest ist sie nicht mehr einfach zugänglich. USB Killer zerstört Geräte in Sekunden weiterlesen

Anchor: Radio Umfrage per Internet

Wie sammelt man O-Töne ein oder führt Interviews mit Menschen, die anderen Orten sitzen? Das ist ein Problem, das man mit einer App lösen kann: Anchor heißt die App, die bislang nur in englisch erschienen ist. Ideal für Radio Journalisten und Podcastproduzenten.

Mit dem Smartphone kann der Autor einen Audiobeitrag von max. 2 Minuten einsprechen und veröffentlichen. Diese Aufnahme kann geteilt und von jedermann abgehört werden. Der Clou ist aber, dass jeder Appnutzer darauf mit einer Audio-Aufnahme antworten kann – und dies in voller Qualität, die das eingebaute Mikrofon des Smartphones zulässt. Und die ist durchweg Radio-tauglich. Anchor: Radio Umfrage per Internet weiterlesen

Zeit, dass sich was dreht – 360° Video Reportage

360°? Rundum? – Beweglich bleiben ist neben #machEsEinfach mein Motto für den Journalismus im Web. Offen sein für neues, nicht zu lange zweifeln, einfach mal ausprobieren und es nicht zu kompliziert angehen.

All das passt zu meinen Versuchen mit Journalismus in 360° Videos. Ich bleibe dabei meiner Idee der #oneshot-Videoreportagen treu, bei denen ein interessierter Reporter sein Publikum mitnimmt auf eine neugierige Reise.

Meine Reportage Aufwärts mit 360° geht um innovative Ideen im senkrechten Gewerbe: Der Aufzugfertigung, genauer: bei der Wartung von Aufzügen mit Hilfe einer Datenbrille, die Virtuelle Realität für mehr Effizienz in Einsatz bringt.

(Bildausschnitt per Maus oder Finger auf Touchscreen bewegen)

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Hast Du es drauf? Crossmedia Kurse für Journalisten

Unsere „Crossmediale Kurse“ richten sich an Journalisten aus lokalen und regionalen Medien – aus Radio, TV, Zeitung, Magazin, PR oder Online. Die Kompakt-Kurse bieten einen lockeren Zugang zu neuen multi­medialen Forma­ten und  bieten erste Praxis­erfah­rungen. Sie erklären die Möglichkeiten des Web 2.0 für die eigene Vermarktung von journalisti­schen Pro­dukten und geben praxis­nahe Hinweise für die Um­setzung eigener Projekte im Web.

Download: Crossmediale Weiterbildung, Inhouse im Ruhrgebiet

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sich naiv machen: Wissenschaftsjournalismus

Die Gründer von Perspective Daily aus Münster touren zur Zeit durchs Land. Sie wollen positiven Wissenschaftsjournalismus machen. Die Artikel sollen überwiegend von Autoren geschrieben werden, die ein Studium der jeweils maßgeblichen Fachgebiete absolviert haben.

Der frühere TV-Moderator des WDR und langjährige Vorsitzender der Wissenschaftspressekonferenz, Jean Pütz, war nach Bochum zur Vorstellung von PD gekommen und kritisierte: „Der Fachmann kann sich nie so einfach ausdrücken, dass es richtig ankommt. Man muss sich auch ’naivisieren‘ können.“ Das finde ich einen guten Ansatz.

Ich bin zuletzt mehrfach gefragt worden, warum ich Wissenschaftsjournalismus mache – zudem auch in Fachgebieten, die ich nicht studiert habe. Also warum überlassen es Journalisten nicht den Fachleuten über Wissenschaft zu informieren. Meine Antwort: sich naiv machen: Wissenschaftsjournalismus weiterlesen

Beweglich bleiben – Blogparade Weiterbildung im Journalismus

Ich habe in mehr als 20 Jahren im Journalismus unglaublich viel erlebt. Siege und Niederlagen, mein Leben im afrikanischen Busch riskiert, wurde zu Hause von Politikern bedroht und im Büro von Kollegen gefeiert – aber ich habe auch auf langen Sitzungen die Sessel plattgesessen, live auf dem Sender die Worte verloren und ein Redaktionsleiter brüllte mich vor den Kollegen an: „Sind sie denn vom Affen gebissen“.

Journalismus ist die schönste Berufung

Journalismus ist die größte und schönste Berufung der Welt. Und er wird gebraucht: Für unsere Demokratie. Damit die Wirtschaft zum Gemeinwohl beiträgt. Damit wir und unsere Kinder in Frieden und Gesundheit leben und uns phantastische neue Dinge erdenken.

Wir müssen diesen wunderbaren Beruf aber weiter entwickeln. Und unsere Aufgaben. Deshalb rufe ich zur Blogparade „Weiterbildung im Journalismus“ auf. Beweglich bleiben – Blogparade Weiterbildung im Journalismus weiterlesen

Quelle YouTube – droht Schadensersatz oder Haft?

Christine hält gerne im Foto für die Ewigkeit fest, was sie kurz drauf verspeist. Üppig gefüllte Taco-Shells, Waffeln mit Salat (!) oder Kaffeespezialitäten. Auch Kuschelbilder mit ihrem zwei Köpfe größeren Freund veröffentlicht sie regelmäßig auf Instagram (offensichtlich ohne ihn anschließend zu verspeisen). Und selbst den Tatort, wo sie etwas verspeisen will, hält die 21-jährige zuvor per Foto fest. So auch ein Restaurant in Vernon Hills, nahe Chicago, vor dem sie ein Selfiefoto gemacht hat.

So steht es in einer Klage, die sie Anfang Februar 2016 bei Gericht im Cook County (USA) eingereicht hat. Sie klagt wegen dieses Fotos, welches eine bekannte, weltweit aktive Rabatt-Agentur unrechtmäßig verwendet haben soll – für eine Werbung zu Gutscheinen für dieses Restaurant. Und – an dieser Stelle wird es auch für Fotografen, Journalisten und andere Publizisten interessant, die z.B. Videos gedankenlos mit „Quelle YouTube“ insertieren…

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Krise als Geschenk – mein Jahr der neuen Medien

„Es begab sich aber zu der Zeit, dass alle Welt geschätzt würde…“

Fast könnte man den Beginn der Weihnachtsgeschichte bei Lukas für einen Text über den Journalismus der letzten Jahre halten. Was ist meine Arbeit noch wert? Werde ich noch gebraucht? Wird mein Job eingespart?

„Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt…“

Das Internet schluckt den Journalismus – entwertet alles, was gestern noch etwas wert war: Informationen in Hülle und Fülle und scheinbar umsonst.

Ich hab mir vorgenommen, dass ich das nicht mit mir machen lasse, sondern suche aktiv die Chancen in diesem Transitions-Prozeß. Jetzt zum Ende des Jahres 2015 stelle ich wirklich überrascht fest, es trägt reale Früchte. Das Jahr 2015 war mein erstes Jahr der neuen Medien. Und alles begann mit der Bescherung.

„Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird.“

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webvideo: oneshot – for the whole picture

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