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Smartphone Mikrofone – don’t be Shure

Ich teste ja gerne Mikrofon-Aufnahmen, die ich von anderen Interviewpartnern per Smartphone-Aufnahme für meine Radiobeiträge bekomme. Inzwischen schicken mir auch regelmäßig Kollegen ihre Aufnahmen zur Beurteilung zu. Weil es mit Ansteckmikrofonen häufig schlechte Aufnahmen gibt, rate ich zumeist rigoros von Zusatzmikros ab, solange sie nicht von Profis verwendet werden. Denn zu viel kann schief gehen: man pustet hinein bei Plosiven (F- oder P-Lauten), Wind bläst hinein, das Kabel ist kaputt oder es scheuert an der Kleidung. Am Ende kommen immer Töne raus, die nur durch hartes Filtern verwendbar werden.
Mehr dazu: 10 Tipps – Audioaufnahme: Interview per Smartphone

Heute schickte mir ein Kollege ein Interview, dass der Sprecher mit seinem immerhin ca 130 € teuren Ansteckmikrofon für das iPhone aufgenommen hat. Er hat eine tolle Stimme mit großer Frequenzbandbreite – vom bayrischem tiefen Bass bei 50 Hz bis zu gepressten hohen Fisteltönen bei 10 kHz. Die Aufnahmen hatten zunächst eine wunderbare Präsenz und Klarheit. Erst beim zweiten Hinhören mit einem guten Kopfhörer kommt heraus: er hätte doch besser das eingebaute Mikro am iPhone genommen.

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Podcast für Kultur – Wie eine analoge Branche digital gehen kann

Ein Podcast eignet sich wunderbar dafür, das eigene Publikum sogar während des Lockdowns zu erreichen. Podcasts können Menschen mit Stimmen, Geräuschen und Gedanken tief berühren, so wie eine gute Inszenierung auf der Bühne. Podcasts können emotionale Texte erzählen, wie ein faszinierendes Buch. Podcasts können Meinungen, Gefühle und Wissen trans­portieren, wie eine gelungene Veranstal­tung.

Podcasts sind ein ideales Tool auch für Kulturschaffende, nicht nur in Zeiten der Pandemie.

Podcasts boomen – aber nur die guten

Podcasts boomen in der Corona-Zeit. Ausgelöst durch Podcasts wie von Prof. Drosten, haben jetzt auch in Deutschland zehntausende Menschen den Podcast für sich entdeckt. Es sind in dieser Zeit aber auch hunderte neue Podcast-Angebote entstanden. Deshalb ist es wichtig, aus der Menge heraus zu stechen.

Aber ganz wichtig: dafür ist eine hohe Qualität – technisch, gestalterisch und inhaltlich – eine wichtige Voraussetzung.

Hohe Qualität steht daher im Zentrum der Arbeit mit Podcasts.

Mit dem Bochumer Projekt “Podcasts für Kulturschaffende” will ich zeigen, wie man professionell mit Podcasts Kultur machen kann.

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Was ist ein guter Podcast?

Podcasts boomen. Die Menge der Angebote ist kaum noch zu überblicken. Am Ende werden sich nur die guten durchsetzen. Aber was ist gut? Das liegt immer im Ohr des Hörers/Hörerin.

Ich glaube, Qualität ist entscheidend. Aber welche Qualität: die der Produktion glasklarer Töne oder sauberer Schnitte? Die der tollen Jingels und Audio-Breaks? Oder die inhaltliche Qualität? Die Qualität der Präsentatoren/innen?

Deshalb will ich dazu mehr herausfinden und vorhandene Angebote systematisch analysieren und das Ganze am Ende veröffentlichen und diskutieren. Bitte helft mit:

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Den richtigen Ton treffen – Tonstörung filtern

Wer zum Beispiel mit dem Smartphone beim Interviewpartner Töne aufnimmt, ist oft überrascht, wenn er die Aufnahme später abhört. Nicht selten ist der Ton von einer Störung überlagert.
Zum Glück: Man kann sehr einfach die Tonstörung filtern.

Oft ist das ein Netzbrummen, Pfiepen von elektrischen Bauteilen oder ein Lüfter in Büros. Oft ist es sogar eine Kombination davon.
Aber dies zu filtern ist oft kein großes Problem: Ist das Störgeräusch regelmäßig, lässt es sich gut filtern. Dafür reichen sogar kostenlose Tools wie Audacity aus…

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Interview App für den Deutschlandfunk (DLF)

Ihr wollt von zu Hause Audio-Interviews mit Gesprächspartnern führen, die an einem beliebigen Ort der Welt sitzen? Ganz einfach: führt das Interview per Smartphone-App. Ihr nutzt dafür die oft hervorragende Aufnahmequalität der Smartphones und deren eingebauten Mikrofone. Das ist ideal für Radio-Journalisten oder Podcaster. Aber es ist auch brauchbar für andere Anwendungen wie Pressekonferenzen. Und mit einem Trick auch für Live-Interviews.

App Logo In diesem Artikel geht es um eine spezielle Anwendung, die für das Deutschlandradio-Lab entwickelt wurde. Damit kann man Interviews per Smartphone-App führen. Sie heißt: DRadioInterview.
Dadurch ist es möglich, hochwertige Aufnahmen wie aus dem Studio herzustellen. Seit der Coronakrise hat die App eine ganz besondere Rolle bekommen.

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Ton am PC (Laptop) mit SoundCatcher aufnehmen

Bei Windows gibt es mehrere sehr einfache Möglichkeiten, den Ton oder das Bild aufzuzeichnen, den man selbst gerade sieht/hört. Viele davon sind aber nur wenig bekannt oder manchmal etwas kompliziert zu nutzen. Ich erkläre das hier mal für das in C# geschriebene Programm “SoundCatcher”, das ihr kostenlos auf Github runter laden könnt.

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Mit Wire kabellos aufnehmen – Interview per Telefon

Audio-Interviews für Podcast oder Radio lassen sich heute mit guten Smartphones in hochwertiger Qualität aufnehmen. Viele Smartphones der Oberklasse haben nicht nur gute Mikrofone eingebaut, sondern liefern auch gleich gute Aufnahmesoftware mit.  So mache ich viele Experteninterviews in der ganzen Welt, ohne dass ich dafür extra hinreisen oder ein Studio anmieten müsste. Das Interview läuft per Telefon, die Antworten meiner Gesprächspartner werden bei ihm/ihr zusätzlich aufgenommen und anschließend per Mail verschickt. Hier erkläre ich das Verfahren und gebe Tipps.

Doch es bleibt ein Problem: ich kann als Reporter aus der Ferne weder die Qualität der Aufnahme noch die Aufnahmesituation beurteilen. Entweder ist das Mikrofon doch nicht so gut, im Hintergrund sind störende Geräusche zu hören oder die Tonqualität ist bei der Aufnahme falsch eingestellt. Alles schon gehabt. Mit einer Aufnahme per Chat-Messenger kann man das vermeiden. Dafür kann man Whatsapp, Skype oder andere Apps einsetzen. Ich nutze dafür Wire, weil dieses Tool einige Vorteile hat… Mit Wire kabellos aufnehmen – Interview per Telefon weiterlesen

10 Tipps – Audioaufnahme: Interview per Smartphone

Eine hochwertige Audioaufnahme lässt sich heutzutage mit fast jedem guten Smartphone machen. Ich zeige Euch, wie Ihr das für technisch erstklassige Interviews nutzen könnt, obwohl sich beide Partner gar nicht persönlich begegnen: im Telefoninterview aus der Ferne.

Damit es sich anhört wie aus dem Tonstudio, muss man ein paar Dinge beachten: Ich hab hier für Euch 10 Tipps …und noch mehr. Alles dazu habe ich hier in einem Überblick zusammen gefasst.

Aufnahme mit dem Smartphone

Die Fragen für das Interview werden per Telefon (oder Skype etc) gestellt. Aufgenommen wird jedoch nicht beim Reporter oder Sender, sondern mit einem zusätzlichen Smartphone beim Experten oder Interviewten – also von Dir. Es ist dabei ganz egal wo Du bist: im Büro oder zu Hause. Wähle am Besten einen Raum mit Teppich, Bücherregal, Gardinen – kein leeres Büro, Flur oder Saal.
Zum Aufnehmen nutzt Du am Besten ein hochwertiges Smartphone der Top-Klasse (iPhone, Galaxy-Reihe). Denn dort sind sehr gute Mikrofone eingebaut. Es darf auch ruhig ein älteres Gerät sein.

Wie wird die Audioaufnahme gemacht?

Wichtig ist: sprecht mit nur wenig Abstand zum Mikrofon, aber nicht direkt in dessen Richtung, sondern leicht daran vorbei, damit keine Plopp-Geräusche (Plosive) und dadurch Übersteuerungen entstehen. Das Mikrofon ist meist nur ein kleines Loch unten am Smartphone.

Handy am Ohr - Symbolbild

Mein Tipp:
haltet das Smartphone ans Ohr, als würdet ihr damit telefonieren. Das garantiert die beste Qualität.

(Hörprobe: achtet auf die 3x Störgeräusche am Ende)

Bitte keine Kopfhörer, Bluetooth-Headset, Ansteckmikro nutzen. Denn das eingebaute Mikrofon im Smartphone ist besser und zuverlässiger.

Dieses Smartphone verwendet ihr bitte NICHT (!) zum Telefonieren, sondern nur für die Aufnahme!
Bitte schaltet es in den Flugmodus (merken!).
Ihr braucht also ein zweites Telefon zum Telefonieren oder nutzt Skype o.ä. auf dem Laptop. Dort könnt ihr den Lautsprecher (leise) einschalten oder ein Headset benutzen.

In jedem Smartphone ist bereits eine Aufnahme-App eingebaut.
Hier gibt es eine Anleitung:
Fürs iPhone die App “Sprachmemos” ggfs heißt sie auch “Voice-Memos”,
hier für die Samsung Smartphones (Einstellung ändern: beste Qualität).

Nach der Audioaufnahme: per eMail verschicken

Es darf auch ein fremdes/privates Gerät sein, denn es wird nicht online verbunden, sondern im Gerät nur aufgenommen. Dadurch entstehen keine Mobilfunk-Kosten. Erst nach der Aufnahme wird es mit einem WLAN verbunden, um die Aufnahme-Datei verschicken zu können. Alternativ verbindet ihr das Smartphone per USB-Kabel mit einem Computer, kopiert die Aufnahme und verschickt sie von dort. Die Dateigröße ist bei mp4 (.m4a) kleiner als 1 MB pro Minute.

Hier die schnelle Übersicht in 10 Schritten:

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Alexa und Siri – oder: warum sind immer die Frauen die Dummen?

von Rosali Rüsberg:

Im Bus nach Hause nahm ich ganz beiläufig die Alexa-Werbung von Amazon an der Hauswand gegenüber wahr. Na, das wird bestimmt der Renner unter dem Weihnachtsbaum.

Ich las: “Alexa, ruf die Oma an und lade sie zum Weihnachts-Kaffeetrinken ein!” – Super dachte ich, so eine Alexa müsste ich auch mal haben, ein Arsch-für-alles, dem man alles befehlen kann und der dann klaglos den ganzen Mist erledigt, für den sonst immer ich  verantwortlich bin! „Alexa, schreib mal einen Aufsatz zum Thema ‘Reportagen in der Zeitung’. Aber zackig, weil Du dann auch noch Matheaufgaben erledigen musst!“

Toll so eine Alexa… aber dann erwachte plötzlich eine Stimme in mir, von der ich vorher noch gar nicht wusste, dass sie in mir existiert.

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Sound is paramount – Audio for Mojo

Audio is often an uncherished child of videomakers – so it is for #Mojo mobile journalists. Usually it is because most of their gear doesn’t have much option to manipulate or optimise the settings. But let’s talk openly – more often they don’t care much about. And although they tend to spend quite a lot of money for their newest iPhone or DSLR with big rigs, the microphones (if they spend money for that) seem to be rather “on the small side”.  They buy a cheap €50 Lavelier mic or a top-mounted Shot-Gun-type mic with a flash-shoe and aim from a distance at their object. To be honest  – that’s nonsense.

I made some visualisation of equipment performances. And there are some surprising results. Sound is paramount – Audio for Mojo weiterlesen