Audioaufnahme per Telefon

10 Tipps für die Audioaufnahme: Interview per Smartphone

Eine hochwertige Audioaufnahme lässt sich heutzutage mit fast jedem guten Smartphone machen. Ich zeige Euch, wie ihr das für Interviews nutzen könnt, bei dem sich beide Partner gar nicht persönlich begegnen: im Telefoninterview aus der Ferne. Doch dazu muss man ein paar Dinge beachten. 10 Tipps und dann noch etwas. Die habe ich hier im Überblick zusammen gefasst.

Aufnahme mit dem Smartphone

Die Interviewfragen werden per Telefon gestellt (oder Skype etc). Aufgenommen wird jedoch nicht beim Reporter oder Sender, sondern mit einem zusätzlichen Smartphone beim Experten/Interviewten – im Büro oder zu Hause.
Dazu wird am Besten ein hochwertiges Smartphone der Top-Klasse (iPhone, Galaxy-Reihe) verwendet. Denn dort sind hochwertige Mikrofone eingebaut. Das darf auch ruhig ein älteres Gerät sein.

Wie wird es gemacht?

Wichtig ist: sprecht mit nur wenig Abstand zum Mikrofon, aber nicht direkt in dessen Richtung, sondern leicht daran vorbei, damit keine Plopp-Geräusche oder Übersteuerungen entstehen. Das Mikrofon ist meist nur ein kleines Loch unten am Smartphone. Mein Tipp: haltet das Smartphone am Ohr, als würdet ihr damit telefonieren. Das garantiert die beste Qualität.
Bitte keine Kopfhörer, Bluetooth-Headset oder Ansteckmikro nutzen, es sei denn, ihr seid schon Profi darin und wisst, dass es zuverlässig funktioniert.

Dieses Smartphone verwendet ihr bitte NICHT (!) zum Telefonieren, sondern nur für die Aufnahme! Ihr braucht also ein zweites Telefon zum Telefonieren oder nutzt Skype o.ä. auf dem Laptop.

In jedem Smartphone ist bereits eine Aufnahme-App eingebaut.
Hier gibt es eine Anleitung:
Fürs iPhone die App “Sprachmemos” auf der Apple-Homepage,
für die Samsung Smartphones (in englisch)
In den Einstellung: beste Qualität auswählen!

Nach der Aufnahme: per Mail verschicken

Es darf auch ein fremdes/privates Gerät sein, denn es wird nicht online verbunden, sondern im Gerät nur aufgenommen. Dadurch entstehen keine Mobilfunk-Kosten. Erst nach der Aufnahme wird es mit einem WLAN verbunden, um die Aufnahme-Datei verschicken zu können. Alternativ verbindet ihr das Smartphone per USB-Kabel mit einem Computer, kopiert die Aufnahme und verschickt sie von dort.

Hier die schnelle Übersicht in 10 Schritten:

10 Tipps Smartphoneaufnahme

Hintergrund: Infos für die gute Audioaufnahme

In diesem Text steckt mein Know-How. Ich gebe es hier gerne kostenlos weiter, aber eine Bitte: nicht kopieren und woanders weiter veröffentlichen (Urheberschutz).
Verlinken ist erlaubt: mit Angabe “Autor: Kai Rüsberg @Ruhrnalist” und bitte einen Hinweis auf die Webseite mit dem Link hier in den Kommentaren hinterlassen. Fragen bitte an: ruhrnalist ät gmail com

Hier könnt ihr kostenlos ein ausführliches Tutorial zum Thema herunterladen:
10 Tipps vom @Ruhrnalist: Audio-Aufnahme per Smartphone
(PDF aktualisiert 2019)


Audioaufnahme per Telefon

Kostenlos – aber nur für Interviewpartner

Die Interview-App dradiointerview steht (nur für Andoid) im Google Play Store zum Download zur Verfügung.
ACHTUNG: Ihr könnt sie nur zusammen mit einer PIN verwenden, die ich ausschließlich an meine Interviewpartner weiter gebe.
Wer noch mehr dazu wissen will: In dem folgenden Beitrag gibt es dazu weitere Hintergründe.

Und noch ein Audio-Tipp: Mitschneiden am PC

Wollt ihr Audio am PC aufnehmen, das gerade abgespielt wird, aber ihr wisst nicht wie? Dann findet ihr hier einen Tipp für ein ganz einfaches Tool:

Ton am PC (Laptop) mit SoundCatcher aufnehmen

7 Gedanken zu „10 Tipps für die Audioaufnahme: Interview per Smartphone“

  1. Danke für die Tipps.
    Bin dabei für einen kleinen, lokalen Sender ohne Geld Interviews vorzubereiten. Mit der SMARTPHONE-Methode wird das eine günstig und schnelle Sache.
    Frage:
    Welches Programm nimmst du zum Schneiden und welches Format, mp3?
    Gruß
    palbo

    1. Es gibt eine breite Palette von guten Audio-Editoren wie “Audacity”. Da ich immer eine Mehrspur-Mix Möglichkeit benötige, nehme ich “Wavelab”, das es in einer LE Version sogar oft kostenlos als Beigabe gibt, sich aber für viele Aufgaben eignet. Dazu gibt es nicht so viele Alternativen. Wer aber nur eine einfache Bearbeitung von MP3 benötigt, der ist mit “mp3DirectCut” gut bedient, da dort das 2-fache kodieren entfällt.

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