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Alexa und Siri – oder: warum sind immer die Frauen die Dummen?

von Rosali Rüsberg:

Im Bus nach Hause nahm ich ganz beiläufig die Alexa-Werbung von Amazon an der Hauswand gegenüber wahr. Na, das wird bestimmt der Renner unter dem Weihnachtsbaum.

Ich las: „Alexa, ruf die Oma an und lade sie zum Weihnachts-Kaffeetrinken ein!“ – Super dachte ich, so eine Alexa müsste ich auch mal haben, ein Arsch-für-alles, dem man alles befehlen kann und der dann klaglos den ganzen Mist erledigt, für den sonst immer ich  verantwortlich bin! „Alexa, schreib mal einen Aufsatz zum Thema ‚Reportagen in der Zeitung‘. Aber zackig, weil Du dann auch noch Matheaufgaben erledigen musst!“

Toll so eine Alexa… aber dann erwachte plötzlich eine Stimme in mir, von der ich vorher noch gar nicht wusste, dass sie in mir existiert.

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USB Killer zerstört Geräte in Sekunden

Vorsicht vor dem Angriff mit USB-Killern. Bereits im Februar 2015 habe ich in einem Blogpost vor Bauanleitungen im Internet für USB Sticks gewart. Sie können verbundene Hardware in Sekunden zerstören. USB-Power-Surge nennt sich das auf englisch. Neu ist, dass man diesen Stick nun auch fertig kaufen kann.  Er unterscheidet sich optisch nicht von einem Speicherstick. Diese sogenannten USB-Killer haben es aber wortwörtlich „in sich“: eine Elektronik, die Strom speichert und ihn in einem starken Stromstoß wieder an das Gerät abgibt. Praktisch kein (nicht speziell gesichertes) Gerät überlebt einen solchen Angriff, der weniger als 5 Sekunden dauert.

Gerade auch für Journalisten ist das eine große Gefahr, weil damit die auf den Geräten gespeicherte Arbeit vernichtet werden könnte. Zumindest ist sie nicht mehr einfach zugänglich. USB Killer zerstört Geräte in Sekunden weiterlesen

Keyless GOne – wie die Autoindustrie uns beklaut

Einfach Tür öffnen und das Auto per Knopfdruck starten. Moderne Funk-Autoschlüssel braucht man gar nicht mehr aus der Tasche suchen. Nicht mal ein Knopfdruck ist notwendig. Sicherheit wie von Geisterhand versprechen die Autohersteller bei diesen Komfortschlüsseln.
Doch offenbar bieten diese Schlüssel mit ihrem eingebauten Nahfeldfunk auch für Diebe viel Komfort. Sie können Autos ohne jede Gewalt stehlen. Zudem innerhalb von Sekunden. Am Tatort bleiben keine Hinweise auf den Diebstahl.

Der Trick, die Autos zu stehlen ist verblüffend simpel und wir als Steuerzahler stehen für die Folgen ein. Mein Kommentar: Keyless GOne – wie die Autoindustrie uns beklaut weiterlesen

Air-Drop Sicherheitslücke – Apple iPhone hat Probleme

Bisher galten Betriebssysteme von Apple ja als weniger gefährdert für Angriffe mit Viren oder anderem Schadcode. Doch das Bild zeigt Risse.Im Sommer schockte Xara mit gravierenden Lücken. Und jetzt der Air-Drop Bug.

Die jetzt neu entdeckte kritische Sicherheitslücke in den Betriebssystemen iOS für die Smartphones und OS X für die Homecomputer mit dem Apfelsymbol ermöglicht Angreifern, über Airdrop infizierte Apps zu installieren und Daten auf das System zu schreiben.
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Keyless entry: Komfort für Autobesitzer oder für Diebe?

Einfach Tür öffnen und das Auto per Knopfdruck starten. Moderne Funk-Autoschlüssel braucht man gar nicht mehr aus der Tasche ziehen. Nicht mal ein Knopfdruck ist notwendig. Sicherheit wie von Geisterhand, versprechen die Autohersteller bei diesen Komfortschlüsseln. Alle Hersteller bieten sie gegen Aufpreis an.
Doch offenbar bieten diese Schlüssel mit ihrem eingebauten Nahfeldfunk auch für Diebe viel Komfort. Sie können Autos ohne jede Gewalt stehlen. Zudem innerhalb von Sekunden. Am Tatort bleiben keine Hinweise auf den Diebstahl.
Erstmals hat jetzt die Polizei in Hessen dafür Daten geliefert. 40 Autos wurden so im ersten Halbjahr 2015 in nur einem Landkreis gestohlen. Die Diebes-Technik dafür läßt sich bei Ebay fertig bestellen. Keyless entry: Komfort für Autobesitzer oder für Diebe? weiterlesen

mein Internet: Facebook trackt Euch alle!

Facebook kriegt Euch alle – nein: hat Euch bereits alle erfasst. Das hat der Guardian in einer Recherche offengelegt. Selbst wer nicht bei Facebook angemeldet ist oder sogar, wenn er es noch nie war: Facebook versucht ihn über das Netz zu verfolgen.  Viele – wahrscheinlich die meisten – deutschen Webseitenbetreiber sind dabei sogar für Facebook willige Erfüllungsgehilfen.

Doch: man kann sich wehren. Als Nutzer oder als Administrator und Eigentümer von Webseiten oder Blogs ist es sogar eine sehr deutsche Pflicht.  mein Internet: Facebook trackt Euch alle! weiterlesen

Update jetzt auch iOs: Gehacktes aus dem USB Stick

Nicht alles, was wie ein USB Stick aussieht, ist ein Speichermedium. Über die beliebte Computerschnittstelle kann man vieles an den Rechner anschließen. Drucker, Ladegeräte und Erweiterungsgeräte, zum Beispiel Tastaturen.

Aber Vorsicht, USB kann Gehacktes aus ihrem Computer machen!

 

UPDATE: Es gibt jetzt erste sichere USB Sticks. Mehr am Ende des Artikels und in einem Artikel vom November 2016.

Seit 2016 sind nun auch Killersticks im Handel, die mit Anschlüssen für Lightning und USB-C ausgeliefert werden.

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Das ist mein Internet! – Atlas verfolgt über den Globus

Unter dem Namen #meinInternet poste ich von Zeit zu Zeit Tipps, wie man der Fremdbeherrschung im Internet zumindest kleine Riegel vorschiebt.

Atlas ist ein neuer Werbedienst von Facebook, der User im gesamten Netz erkennen und deren Verhalten protokollieren kann. Aus den Daten steuert er, was künftig beim Online-Surfen auf dem Bildschirm angezeigt wird und kann sogar auswerten, was online oder in Geschäften eingekauft wird.

Es reicht, wenn der Nutzer nur einmal auf einem stationären oder mobilen Gerät bei Facebook (oder auch anderen Social Media-Diensten) eingeloggt war. Jede Website, auf der sich Atlas einschleicht, wird somit zum Spion für Facebook. Dies funktioniert z.B. über ein Werbebanner, das über Atlas verlinkt wird. Ähnlich funktioniert auch seit Jahren DoubeClick: diese Tracking Cookies beobachten, was man wo kauft, wohin man surft, worauf man klickt. Aber auch andere Dienste, die im Hintergrund der Webseite ablaufen dienen zum Identifizieren und Auswerten des Nutzerverhaltens.

Aber man kann sich wehren, sich das Internet zurückerobern…

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meinInternet: Überwachung per E-Mail

Emails sind eine Möglichkeit, das Interesse oder die Aktivität des Empfängers zu überwachen.  Gerade Journalisten sind dafür ein besonders interessantes Ziel und sich der Technik oft gar nicht bewusst.

Der Weg dazu sind die eingebauten Links in der Mail, die sich entweder durch anklicken oder sogar durch das Ansehen der Mail aktivieren. Eigentlich sorgt die Funktion für zusätzlichen Komfort und Mails lassen sich netter gestalten und zudem wird die Größe der Mail beschränkt.

Wer per Webmailer (T-Online, Web.de, GMX, 1&1 o.ä.) seine Mails liest, bei dem ist das sog. externe Nachladen oft aktiviert. Ähnliches gilt aber auch bei Email-Programmen wie Outlook, Apple-Mail oder Thunderbird.

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