Die Augen des Löwen

Smartphone Storytelling mit Photostories – On the fly

3 Kameras habe ich auf meinem England-Trip dabei gehabt: Meine geliebte DSLR-Spiegelreflex mit einem nagelneuen 10 mm Weitwinkelzoom, meine noch geliebtere Mini DSLM, weil sie so klein ist und mein Kzoom Smartphone. Für die Mini-DSLR habe ich mir vorab einen Adapter geleistet, um endlich alle meine Objektive anschließen zu können und auch weitwinklig filmen zu können.

Mit welcher Kamera habe ich wohl die Fotos gemacht? Alle!

(an English summary is situated at the end)

Es sind gut 300 Fotos geworden. 200 davon habe ich ausgewählt. 100 gelöscht, weil doppelt oder schlechter. Da bin ich sehr konsequent, um nicht die Fotoperlen mit Datenmüll zu überschütten.

Alle Fotos mit dem Smartphone

Größen-Vergleich: Smartphone Foto von S3 vorne, Kzoom hinten
Größen-Vergleich: S3 vorne rechts, Kzoom hinten links

Alle 200 Fotos habe ich mit der Samsung Galaxy Kzoom aufgenommen. Ein Android Smartphone mit einem Objektiv dran, das 10x-fach ausfahren kann. Ein Unikum im Smartphone-Markt. Es ist die 3. Geräte-Generation und liegt technisch etwa zwischen dem Galaxy S4 und S5 von der Rechenleistung. Das Display ist allerdings das selbe, wie bei meinem S3. Nur dass es doppelt so dick und doppelt so schwer ist.

Mehr Möglichkeit bei Bildgestaltung

Die Bildgestaltung ist dagegen nicht doppelt so gut – sondern unterscheidet sich grundlegend. Der Bildchip ist deutlich größer und lichtstärker, zudem gibt es einen echten, weil optischen Bildstabilisator. Der macht sich in einigen Situationen durch ein verzögertes Schwenken bemerkbar.  Das Besondere ist aber der Objektiv-Tubus mit 10-fach Zoom, 20 Megapixel Chip und einer Anfangsbrennweite von 24mm (KB). Das ist ein echter Weitwinkel. In Verbindung mit dem extremen Naheinstellungsgrenze von nur wenigen Zentimetern lassen sich damit extreme, ungewöhnliche Perspektiven auf das Bild bannen – genauso wie entfernte Objekte näher heran holen.

London im Dunkeln

Knightsbridge am frühen Morgen
Knightsbridge am frühen Morgen – bizarre Lichtstimmung

Das noch nächtliche Londoner Wohnviertel Knightsbridge diente mit  als aktueller Foto-Doku-Reporter mit dem Smartphone als Einsatzort. In dem Posh-Vorort am Hydepark, gleich hinter dem Kaufhaus Harrots, schlief das Leben noch. Auch die Sonne. Künstliches Licht aus diversen teils bizzar-ausleuchtenden Lichtquellen wie Ampeln oder Alarmanlagen setzte die Szenerie nur sehr mäßig ins Licht. Dank des eingebauten HDR-Modus in Verbindung mit dem Ausgleichsprisma entstanden Fotos aus der Hand, die auch meine Canon M nicht besser hinbekommt.

(HDR = mehrere unterschiedlich belichtete Fotos werden zu einem zusammen gerechnet und erhöhen den Dynamikumfang des Bildchips)

Bildqualität ist gut, DSLR ist besser

Eggcited about London Foto mit Smartphone geschossen.
Eggcited about London
Foto mit Smartphone geschossen.

Die Bildqualität ist sehr gut, auch wenn es Unschärfen an den Rändern gibt. Ein Foto habe ich 80×120 cm auf Leinwand gezogen, eine sehr beeindruckende Darstellung für eine so kleine Kamera.

Das Besondere ist aber die Verbindung mit dem eingebauten Computer, WLAN und LTE-Datenmodem eines Smartphones. Noch am Morgen habe ich die (hochauflösenden, großen) Fotos aus einem Internetcafe auf G+ gesichert. Außerdem ein paar Ostergrüße mit dem EGGCITED-Foto verschickt. Sofort – without any hazzle. Nach einer längeren Reise stand dann am Abend bei Google+ automatisch eine Fotostory bereit: Good Friday Morning in London.

Spiegelreflex bleibt liegen

Fotowalk in England mit dem Smartphone
Fotowalk in England mit dem Smartphone

Von diesem Moment an habe ich die beiden schweren Kamerataschen mit den DSLR zwar immer im Auto mit dabei gehabt, aber auf eine Wanderung habe ich sie nicht mehr mitgenommen. Zu groß, zu schwer und zu wenig interaktiv. Die Fotos des Smartphones haben mich dagegen überzeugt. Es sind zum Teil wunderbare Bilder heraus gekommen, die ich alle Etappenweise in der wunderbaren Form der Google Fotostories noch von vor Ort veröffentlicht habe. Text lässt sich dort leider nur sehr beschränkt einfügen und auch die Gestaltungsfreiheit ist stark eingeschränkt.  Selbst kann man die Erstellung einer Fotostory gar nicht starten, sondern muss auf Google+ warten. Platz für Evolutionen (ob hier mal jemand von Google das liest?)

Einladung zu meinen Fotostories

London Archade
London Arcade am frühen Morgen (mein Lieblingsbild der Serie mit dem Kzoom Smartphone Foto Apparat)

Jetzt möchte ich noch einladen, einige der Fotostories bei Google anzuschauen. Die Stories sind in dem Google+ Konto e: Motion (Collections).

Die meisten Stories wurden an Orten geschossen, die die einmalige Natur- und Kulturschutzstiftung „National Trust“ verwaltet und erhält. Eine tolle Einrichtung, die wir auch in Deutschland gebraucht hätten, um die Geschichte am Leben zu erhalten. Doch als Journalist geriet ich in diesem Jahr mit der Pressestelle über Kreuz, die sich noch mehr als in den Vorjahren zunächst als toter Mann verhielt und einfach nicht auf Anfragen reagierte und mir danach eher Steine in den Weg legte, als mich zu unterstützen. Aber das ist eine andere (Smartphone Foto) Story.

Non-Smartphone Foto

Ach ja: Ich hab‘ doch noch ein paar Fotos auf meiner DSLR. Vom Sonnenuntergang. Da war das Smartphone nicht so schnell griffbereit. Sind bestimmt schön. Habe sie noch nicht angesehen. Dazu müßte ich erst die Karte einlesen. Die Kamera hat kein WLAN.

2015-04-10 11.50.59Und noch etwas: Das Titelbild ist übrigens eine starke Vergrößerung dieses Fotos eines auf eine Scheibe gemalten Wappens – aus einiger Entfernung aufgenommen. Der Ausschnitt wurde mit einer Bildschirmkopie auf dem Smartphone abgespeichert.

 

 

ENGLISH:

I took 3 Cameras with me on my trip to England. One DSLR, one Mini DSLM (Canon EOS M) with a brandnew 10mm wideangle-zoom. And I had a Smartphone Camera: a Samsung Galaxy Kzoom with me. Guess with which one I shot the photos? All of them?

With the smartphone. Because the quality and handling is good and I learned to use the photostories tool of Google+.

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