Archiv der Kategorie: Allgemein

Vergangenheit hört nicht auf: Flüchtlinge

Der Satz: „Vergangenheit hört nicht auf, sie überprüft uns in der Gegenwart“ stammt von Siegfried Lenz. Er steht am Anfang eines Hefts über Vertriebene.

Für den folgenden Blogpost hätte ich mich noch vor ein paar Wochen dem Verdacht des Revanchismus ausgesetzt. Die Flüchtlingsdebatte ändert jedoch vieles. Auf einmal guckt man auf das Thema Vertriebene und Weltkriegsflüchtlinge mit einem ganz anderen Blick. Meine Generation der Babyboomer wollte davon doch gar nichts mehr wissen. Wir sind Erika Steinbach-Geschädigte.

Unter den aktuellen politischen Ereignissen, dem Zustrom hunderttausender Flüchtlinge, klingen die folgenden Zitate aber wieder sehr berührend und geben der deutschen Geschichte eine neue Aufmerksamkeit.

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Keyless entry: Komfort für Autobesitzer oder für Diebe?

Einfach Tür öffnen und das Auto per Knopfdruck starten. Moderne Funk-Autoschlüssel braucht man gar nicht mehr aus der Tasche ziehen. Nicht mal ein Knopfdruck ist notwendig. Sicherheit wie von Geisterhand, versprechen die Autohersteller bei diesen Komfortschlüsseln. Alle Hersteller bieten sie gegen Aufpreis an.
Doch offenbar bieten diese Schlüssel mit ihrem eingebauten Nahfeldfunk auch für Diebe viel Komfort. Sie können Autos ohne jede Gewalt stehlen. Zudem innerhalb von Sekunden. Am Tatort bleiben keine Hinweise auf den Diebstahl.
Erstmals hat jetzt die Polizei in Hessen dafür Daten geliefert. 40 Autos wurden so im ersten Halbjahr 2015 in nur einem Landkreis gestohlen. Die Diebes-Technik dafür läßt sich bei Ebay fertig bestellen. Keyless entry: Komfort für Autobesitzer oder für Diebe? weiterlesen

Muwimbi will nicht sterben

Muwimbi ist ein kleiner Ort im Hochland, mitten in Tansania. Noch leben hier fast alle der 2000 Einwohner von ihrer eigenen Scholle. Sie bewirtschaften ihr eigenes Land und leben von ihrer Ernte.

Copyright Google Maps.
Copyright Google Maps.

Muwimbi könnte ein Ort für eine bessere Zukunft sein, denn es liegt in einem Gebiet, dass die tansanische Regierung ausgesucht hat, um dort Innovationen in der Landwirtschaft einzuführen.

Diese Initiative wird unterstützt von der „Neuen Allianz für Ernährungssicherheit in Afrika“. Diese hat Barrack Obama und mit ihm Angela Merkel und die anderen G8 Staaten vor 3 Jahren ausgerufen.

© Maurice Ressel/MISEREOR
Der Zaun versperrt den Weg © Maurice Ressel/MISEREOR

Doch in der Folge der Umsetzung dieses Ernährungs-programms, fürchten die Menschen in Muwimbi nun ums Überleben. Ihnen wird der Platz genommen, um ihre Nahrung anzubauen. Ihnen wird das Wasser abgegraben, um ihre Felder zu bewässern, ihnen wird das Land abgezäunt, um Feuerholz, Waldfrüchte oder Naturmedizin zu sammeln und ihren Kindern wird der Weg zur Schule versperrt.

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Mein Crowdfunding: kauft die Story!

Mit der Initiative „New Alliance for Food Security and Nutrition“ wollen die G7 Staaten durch zusätzlich private Agrarinvestitionen in 10 afrikanischen Ländern 50 Millionen Menschen aus der Armut befreien.
Die Idee hinter dieser neuen Allianz für Ernährungssicherung: „förderliche Bedingungen“ für private Investitionen in die Landwirtschaft durchsetzen.

Klingt gut, doch es gibt große Zweifel: zahlreiche Organisationen befürchten, dass die weitreichenden Politikmaßnahmen nicht zum Nutzen der Kleinbauern sein würden, sondern statt dessen einen Angriff auf die kleinbäuerliche Kontrolle von Land und Saatgut darstellen, lokale Märkte gefährden und den Verlust von Biodiversität und Bodenfruchtbarkeit beschleunigen. Große Kritik bringt der Neuen Allianz auch die Tatsache ein, dass die Politikreformen abseits der Öffentlichkeit beschlossen wurden.

Was stimmt? Ich fahre und schaue mir ein Projekt an. Dazu brauche ich Eure Unterstützung. Keine Spende, sondern Aufträge für ehrliche Arbeit. Ich biete an, im Vorfeld einen Bericht bei mir zu bestellen.

Ein Experiment …

… mein privates Crowdfunding.

Update: ca. 2.500€ Reisekosten. Feste Zusagen bislang: 400€

(short english text at the end)

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Smartphone Storytelling mit Photostories – On the fly

3 Kameras habe ich auf meinem England-Trip dabei gehabt: Meine geliebte DSLR-Spiegelreflex mit einem nagelneuen 10 mm Weitwinkelzoom, meine noch geliebtere Mini DSLM, weil sie so klein ist und mein Kzoom Smartphone. Für die Mini-DSLR habe ich mir vorab einen Adapter geleistet, um endlich alle meine Objektive anschließen zu können und auch weitwinklig filmen zu können.

Mit welcher Kamera habe ich wohl die Fotos gemacht? Alle! Smartphone Storytelling mit Photostories – On the fly weiterlesen

Wie polnische F16 Opel Bochum abschossen

Es klingt unglaublich, ist aber wahr. Dass George W. Busch 2003 die Polen als neuen Allierten stärken wollte und ihnen fast 50 Kampfflieger verkauft hat, war der Anfang vom Ende von Opel Bochum! Was sich 2004 zunächst wie eine gleichermaßen harmlose, wie kuriose Geschichte anhörte und von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wurde, bekommt erst in der Rückschau eine besondere Bedeutung. Es war der erste Schritt zur Entmachtung des Bochumer Opelwerks. Der zweite folgte nur wenige Wochen später.

Lesen Sie mehr zu meiner These in dem aufbereiteten Skript meines Hintergrundbeitrags im Deutschlandfunk (2.12.2014 Hören) und diskutieren Sie mit.

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Ruhrgebiet soll Selbstständig werden

Mehr als ein Viertel der Menschen in Nordrhein-Westfalen kann sich vorstellen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu gehen. Das ist das Ergebnis einer  repräsentativen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministeriums bei mehr als 1.000 Befragten in NRW durchgeführt hat.

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This is not Detroit

How love could be.

Diese rote Leuchtschrift hing fast das ganze Jahr am Förderturm des Bochumer Bergbaumuseums.

Foto der Gewinner Off Award
10. BO Marketing-Award
Foto: martinsteffen.com

Das Projekt „This is not Detroit“ hat in diesem Jahr einen dafür neu erschaffenen „Off-Award“ des Bochumer Marketing-Clubs erhalten – stellvertretend Katja Aßmann, Olaf Kröck und Sabine Reich für das Projekt. Der Marketing-Club zeichnet damit das besondere Engagement des Projekts aus: ein vermeintlich negatives besetztes Thema, wie die Schließung des Bochumer Opelwerks, habe das Projekt mit kreativen und künstlerischen Mitteln etwas entgegen gesetzt und damit eine Chance für die Stadt dargestellt. Damit wurde innerhalb der Stadt und darüber hinaus eine positive Marke für Bochum geschaffen, die neben dem künstlerischen auch einen nicht zu unterschätzenden Wirkungswert habe, so der Club in seiner Begründung. This is not Detroit weiterlesen

Eine Karotte für mehr Energieeffizienz

Bei Musikfestivals, in der Disco oder im Club ist Klimaschutz wahrscheinlich eines der Dinge, an die man als letztes denkt.

Wie aber wird Energieeffizienz zum No. 1-Hit?

Eine Gruppe aus Frankfurt hat dazu eine Idee. Sie nennen es „CarrotMob“, weil sie der Musikwirtschaft die Karotte vor die Nase halten: „Ihr werdet Energieeffizient und wir kommen mit dem Publikum“. Und auf einmal rechnet sich Energiesparen für die Clubs ganz konkret. Eine Karotte für mehr Energieeffizienz weiterlesen